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So wird Ihre Multi-Banking App zum Erfolg – Teil 2

Während wir uns im ersten Teil des Artikels mit sehr praktischen Tipps beschäftigt haben, geht es in diesem Teil um einen Ausblick. Ich möchte Ihnen ein paar Trends und Entwicklungen aufzeigen, die Sie berücksichtigen sollten, auf Ihrem Weg zu einer erfolgreichen Muti-Banking App.

#3 Weiter, immer weiter

Ist ihre App auf dem Markt, ist es keinesfalls Zeit, sich zurückzulehnen und auf dem Erfolg auszuruhen. Digitale Innovationen machen keine Pause. AI, Super-Apps, Internet of Things – die Liste der Buzzwords im Banken- und Finanzbereich ist lang und Sie können es sich kaum leisten, diese Trends zu ignorieren.

Werfen wir zunächst einen Blick auf die sogenannten Super-Apps – ein Trend, der langsam auch in Europa Fuß fasst.

Bekanntestes Beispiel ist wohl die chinesische App WeChat, die neben klassischen Messaging-Optionen auch Payment- und Banking-Lösungen anbietet. Doch auch bei uns sind GooglePay und ApplePay (beide seit 2018 in Deutschland verfügbar) längst keine Exoten mehr, auch wenn es wohl noch eine Weile dauern wird, bis es völlig normal ist, mit seinem Handy beim Bäcker zu bezahlen.

Im Jahre 2019 führte Amazon seinen Dienst Amazon Pay in Deutschland ein, kündigte Facebook seine eigene Kryptowährung Libra an und launcht wenig später Facebook Pay. Im selben Jahr launcht Apple in den USA die Kreditkarte „Apple Card“. Für 2020 plant Google in den USA Kooperationen mit der Citigroup und der Stanford Federal Credit Union, um eigene Girokonten anbieten zu können. Auch Amazon plant solch eine Kooperation mit JP Morgan, wie die Studie UNITE BANKEN & FINTECHS 2020 des Sparkassen Innovation Hub und EY berichtet.

Facebooks sogenannte Super-App-Strategie scheint sich bereits auszuzahlen. Ende Januar meldete das Unternehmen einen Anstieg der Ad Impressions um 31% innerhalb des letzten Quartals.

CEO Mark Zuckerberg ist überzeugt, dass dieses Wachstum auf die Ausweitung der Nutzungsmöglichkeiten der Haupt-App zurückzuführen sei – diese wurde um Angebote wie Dating, Gaming, dem Marketplace und weiteren erweitert.
Dabei sieht Zuckerberg auch großes Potenzial im Ausbau der Bezahlfunktionen über Facebook. Ziel sei es, diese möglichst kostenfrei anzubieten. Um dies umzusetzen, brauche es natürlich attraktive Angebote für Werbetreibende, die wiederum von einer direkten Zahlungsfunktion in Facebook profitieren, da der Kaufabschluss direkt auf Facebook stattfinden kann.

Doch es gibt einen weiteren Trend im Bereich der Banken und Finanzindustrie, der zwar ebenfalls nicht mehr ganz so neu ist, aber nach wie vor erst am Anfang seiner Möglichkeiten steht.
Künstliche Intelligenz und das Internet of Things haben mit Sprachassistenten wie Alexa längst Einzug in die heimischen Wohnzimmer gehalten. Diese eröffnen nicht nur für die Bedienung völlig neue Möglichkeit, gleichzeitig entsteht ein völlig neues Feld – der Bereich Conversational Banking.

Conversational Banking bedeutet, die Integration von Messaging-Apps – mit all ihren nativen Fähigkeiten zur Kommunikation in Text, Sprache und reichhaltigen Formaten – in das Kundenerlebnis einer Bank. So können zum Beispiel Chatbots häufig gestellte Fragen beantworten und damit bei den Mitarbeitern Ressourcen für die Beantwortung von Spezialfällen schaffen.

Doch Conversational Banking bedeutet noch mehr: Ziel ist es, nicht mehr nur über die unternehmenseigenen Kanäle der Bank mit den Kunden zu kommunizieren, sondern genau dort erreichbar zu sein, wo die Kunden sich ohnehin schon aufhalten. Somit können die Kunden in ihrer gewohnten Umgebung bleiben und ihre gewohnte Sprache sprechen – was wiederum der Verarbeitung von natürlicher Sprache enorme Wichtigkeit zukommen lässt.

Das Training von Chatbots und Künstlichen Intelligenzen wird hier zum entscheidenden Faktor zwischen Ihnen und Ihrer Konkurrenz.

Die Bankkunden von heute haben großes Interesse am Messaging und erwarten ein personalisiertes digitales Erlebnis. Banken müssen ihre Effizienz steigern und können dies erreichen, indem sie die KI nutzen, um einige Kundenprozesse zu automatisieren.

Accenture digital Ready to talk! Banks are embracing the power of conversational banking

Neben neuen Technologien müssen Banken sich inzwischen auch neuen Wettbewerbern stellen. Zahlreiche FinTechs siedeln sich im In- und Ausland an und müssen entweder als Partner gewonnen oder als Konkurrenten im Auge behalten werden.

#4 Fintech vs. Banks – gemeinsam statt einsam

Bereits Ende 2019 waren in Deutschland 610 Finanz-Startups ansässig – davon zählen 330 zu den Core FinTechs und 196 zu den Anbietern finanzaffiner Dienstleistungen (Beyond FinTechs). Damit gilt Deutschland als eines der größten Zentren der europäischen FinTech-Szene.

Doch bereits als die ersten FinTechs auf den Markt drängten entfachte eine Diskussion, die bis heute besteht: Werden FinTechs den etablierten Banken den Rang ablaufen?

Kurze Sprint, agile Teams, Innovationsgeist, Mut – all das führt zu einer viel kürzeren Reaktionszeit von FinTechs im Gegensatz zu Banken mit langjährig gewachsenen Strukturen. Doch warum sollten genau diese sich die Eigenheiten der FinTechs nicht zu Nutze machen?

Laut einer Studie des Sparkassen Innovation Hub und EY werden FinTechs inzwischen nicht mehr ausschließlich als bedrohliche Konkurrenz gesehen. Vielmehr wollen die etablierten Kräfte der Finanzbranche Synergiepotenziale nutzen und FinTechs in ihre strategische Ausrichtung integrieren.

Dabei reichen die Modelle der Zusammenarbeit über Kooperationen und Förderprogramme bis hin zu Investitionen oder M&A, also einer kompletten Akquisition eines FinTechs.

Dabei ergänzen sich die Branchenexpertise und die Vertrauenswürdigkeit der Banken auf der einen Seite ideal mit der Agilität der FinTechs auf der anderen Seite.

Auch die Gründung eigener Digitalfabriken, wie etwa die der Deutschen Bank ist ein Mittel, auch innerhalb der Banken ein eigenes Unternehmen für die Entwicklung und das Vorantreiben von Innovationen zu schaffen.

Wie Sie sehen, ist es gerade in der heutigen Zeit ganz entscheidend, am Ball zu bleiben und sich nicht auf einer gerade gelaunchten App auszuruhen. Stabilität und Sicherheit gepaart mit Innovationsgeist und Mut sind Attribute, die Sie auf dem Weg zu einer erfolgreichen Multi-Banking App benötigen.

Denken Sie groß, denn die reine Übersicht über verschiedene Konten bei unterschiedlichen Banken wird Ihre Kunden auf Dauer nicht überzeugen können. Gerade die junge Generation erwartet smarte und einfach zu bedienende Apps, die mit intelligenten Zusatzfunktionen und Nutzerfreundlichkeit punkten.

Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, wie wir Sie bei der Entwicklung Ihrer digitalen Finanzprodukte unterstützen können, melden Sie sich bei uns. Gemeinsam mit Ihnen entwickeln wir ein Testkonzept, angepasst an Ihre Bedürfnisse.

Are QA and UX old news for you? Then read the second part of our article to find out which trends and developments you shouldn’t ignore.  

CTA: Make your Multibanking App a Success – Part 2 

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Über den Autor

Andrew ist unser Experte für die Banken-, Finanz- und Versicherungsbranche.



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