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Home Stories – Warum Sie Ihr Smart-­Home-Gerät testen müssen

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Home Stories – Warum Sie Ihr Smart-­Home-Gerät testen müssen

Fredrik Forss
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Es gibt eine Geschichte, die auf Facebook erzählt wird und wenn sie wahr ist, ist es entweder eines der lustigsten Dinge, das Sie je gehört haben, oder eines der schlimmsten, das Sie sich vorstellen können.

Eine Familie hatte ihren Roomba-Staubsauger so eingerichtet, dass er ab 1:30 Uhr nachts automatisch mit der Reinigung des Bodens begann. Der Hund der Familie entschied sich in dieser Nacht aber leider dafür, den Boden des Hauses als Toilette zu benutzen und so glitt der Roomba volle Breite durch den Hundekot bevor er mit seinem Reinigungszyklus im ganzen Haus begann.

Den Rest kann man sich vorstellen.

Die Story sagt eigentlich alles über unsere zunehmende Abhängigkeit von Smart-Devices zu Hause und was alles passieren kann, wenn etwas schief geht.

Es stimmt schon, Smart-Devices bieten beispiellosen Komfort, aber sie werden auch immer komplexer, vernetzter und man verlässt sich immer mehr auf sie. Das bedeutet, dass sie zunehmend anfällig für Probleme sind – vor allem in den Bereichen Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit.

Aus diesem Grund sind adäquate Tests unerlässlich.

Die Wahrscheinlichkeit ist eher gering, dass die Macher von Roomba ihr Produkt jemals darauf getestet haben, wie es mit so einem nächtlichen „Geschenk“ von z.B. Hunden umgeht. Das wäre aber eine gute Idee gewesen, denn Haustiere benutzen häufiger die Wohnung ihrer Besitzer als Toilette, als sie sich es wünschen würden.

Schauen wir uns ein paar andere Bereiche an, in denen Tests wichtig sind.

Bugs, Fehler und Updates

Im Dezember 2015 erhielt der Google Nest Thermostat ein Firmware-Update. Leider führte etwa zwei Wochen nach dem Update ein Fehler dazu, dass das Gerät seine Batterien entleerte und offline ging. Die Kunden konnten ihre Häuser nicht mehr heizen, geschweige denn heißes Wasser bekommen. Die gute Nachricht: Die Betroffenen konnten den Thermostat durch ein kompliziertes Verfahren wieder manuell neu starten. Die schlechte Nachricht: Viele der Besitzer waren über Weihnachten im Urlaub. Deren Häuser waren der realen Gefahr von Schäden durch gefrorene Wasserleitungen ausgesetzt, weil sie den Neustart nicht vornehmen konnten.

Natürlich ist die Erfassung eines jeden Fehlers kosten- und zeitintensiv. Aber es gibt Use Cases, bei denen eine vorherige Überprüfung einfach außer Frage stehen muss. Vor allem, weil smarte Geräte zunehmend über zentrale Hubs miteinander verbunden sind. Wenn Thermostat, Sicherheit, Geräte und Beleuchtung Ihres Hauses (oder Unternehmens) von einem einzigen Fehler betroffen sein können, kann selbst eine geringfügige Störung erhebliche Probleme verursachen.

Was würde dann erst passieren, wenn Städte stärker auf intelligente Infrastrukturen setzen? Krankenhäuser? Flughäfen? Autohersteller? Es ist sehr wahrscheinlich, dass es bei Unfällen mit diesen Systemen in den kommenden Jahren nicht nur darum geht, dass die Lichter zu einer bestimmten Zeit nicht angehen.

Bei der Suche nach Bugs, Fehlern und potenziellen Sicherheitsrisiken müssen Entwickler nach Perfektion streben, und Tester müssen wirklich genau testen – in allen Phasen der Entwicklung und vor allem bei Updates.

Sicherheitslücken

Jedes Smart-Home-Device weiß über den Besitzer und dessen Haus so viel, dass es bei einem möglichen Hacker-Angriff Kriminellen leichten Zugriff auf Daten, Bewegungen und sogar den physischen Zugang zum Haus gewähren kann.

Jüngste Untersuchungen des Computersicherheitsunternehmens McAfee haben zum Beispiel Schwachstellen in einem smart verbundenen Garagentor und auch in einem Smart Ring entdeckt, mit dem man die Haustüre öffnen kann. Es wurde sogar eine Sicherheitslücke in einer angeschlossenen Kaffeemaschine entdeckt, die den Zugriff auf das Wi-Fi-Netzwerk des Hauses freigegeben hat.

Es gibt noch mehrere solcher Stories: den Experten des Cybersicherheitsunternehmens Kaspersky gelang es zum Beispiel, sich in den Smart Hub zu hacken, der die Geräte im Haus eines ihrer Mitarbeiter (der damit einverstanden war) steuerte. Weitere Untersuchungen einige Jahre zuvor zeigten, dass führende Hubs teils kritische, aus der Ferne ausnutzbare Schwachstellen aufwiesen.

Schon 2013 gelang es einem Forbes-Reporter – ohne Hacker-Erfahrung – Zugang zu einem Smart-Home ausgestatteten (aber nicht so sicheren) Zuhause in Oregon zu erhalten.

Es gilt die alte Geschichte: Wenn jemand einbrechen will, findet er einen Weg. Das Schockierende dabei ist jedoch, dass man heute nicht einmal im selben Land sein muss, um Zugang zu einem Zuhause zu bekommen.

Leider werden sogar in vernetzten medizinischen Geräten Schwachstellen gefunden. Je vernetzter unsere Geräte sind, desto mehr personenbezogene Daten enthalten sie und je mehr sie „bequemen“ Zugang zu unserem Zuhause bieten, desto mehr müssen sie strengen Tests unterzogen werden. Andernfalls könnte ein weiterer Online-Angriff, wie das Mirai IoT-Botnet von 2016, noch mehr Smart-Devices gefährden.

Vielleicht werden künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen eines Tages automatisch nach Cyber-Bedrohungen suchen und diese möglicherweise selbst beheben? Aber selbst dann muss genau diese Intelligenz ständig getestet und überwacht werden.

System- und Stromausfälle

Angeschlossene Geräte brauchen Strom, das ist klar. Wenn ein Akku seine Ladung verliert, kann das ärgerlich sein, aber wenn das Gerät dann lange braucht, um sich wieder mit Ihrem Netzwerk zu verbinden, wird das frustrierend. Vor allem, wenn Sie Passwörter und Einstellungen manuell eingeben müssen.

Profi-Tipp: Denken Sie darüber nach, ein Batterie-Backup-System für Ihre Netzwerkgeräte zu installieren (wenn es nicht sowieso mit einem eingebauten Akku ausgestattet ist). Auf diese Weise schalten sie sich auch bei einem Stromausfall nicht aus – wenn der Strom wieder eingeschaltet wird, sollte alles ohne Probleme wieder verbunden werden.

Was passiert, wenn Sie im Urlaub sind? Können sich Ihre Geräte ohne manuelle Hilfe wieder verbinden, wenn der Strom zu Hause ausfällt oder das Netzwerk unterbrochen wird? Halten die Batterien in Ihrem intelligenten Thermostat, wenn es einen langen Stromausfall gibt? Ist überhaupt klar, warum sich das Gerät abgeschaltet hat? Moment mal, ist etwa jemand in Ihrem Haus? Vielleicht wurden Ihre Kameras gehackt? Haben Sie eine Benachrichtigung erhalten, was passiert ist – konnten die Einbrecher sogar eine Nachricht senden? Haben Sie ein Mobilfunk-Backup?

Wenn man nicht zwischen einem Strom- oder Netzwerkausfall und einem tatsächlichen Einbruch unterscheiden kann, denkt man möglicherweise, dass ein natürlicher Fehler ein Hacking-Versuch ist oder andersrum, dass ein Einbruch nur ein Strom- oder Netzwerkausfall ist. Und wenn Geräte zurückgesetzt werden müssen, ist das ein einfacher Vorgang? Oder müssen Sie das Gerät manuell zurücksetzen (und konfigurieren)? An welchem Punkt geben Kunden ein Smart-Gerät auf, wenn sie jedes Mal, wenn der Strom ausfällt, alle ihre Einstellungen verlieren?

Intelligente Geräte müssen unter Berücksichtigung dieser Probleme entwickelt und getestet werden, um sicherzustellen, dass sie entweder bei Ausfällen mit Strom versorgt werden und/oder sich nach dem Wiedereinschalten problemlos verbinden können.

Netzwerkausfälle

Smart Devices können auch von anderen externen Problemen betroffen sein.

Im Jahr 2019 kam es in einem Amazon Web Services-Rechenzentrum zu einem Blackout, bei dem wichtige Hardware ruiniert wurde. Durch den Ausfall von Backup-Generatoren wurde dies noch verschlimmert, was dazu führte, dass viele Smart Homes, die Dienste wie IFTTT nutzten, dunkel wurden.

Die Verwendung externer Server und der Cloud klingt fantastisch, aber am Ende werden immer Serverprobleme auftreten. Die Frage ist nicht ob, sondern wann und wie oft. Und dann wirft sich die Frage auf: Können Ihre Geräte einen lokalen Backup-Plan bereitstellen?

Das ist besonders wichtig, wenn es um Smart Homes geht, die mit dem Internet verbunden werden müssen. Entwickler wollen Produkte, die immer aktiv sind, immer wertvolle Daten senden und die Teil eines laufenden kostenpflichtigen Vertrags sind. Aber es bringt dem Hausbesitzer nichts, wenn es einfach kein Netzwerk gibt, um sie zu verbinden.

Produkte benötigen ausfallsichere Komponenten und die Möglichkeit, bei Serverausfall lokal gesteuert zu werden. Gibt es manuelle Überschreibungen, wenn Sie über Ihr Smartphone nicht darauf zugreifen können? Was nützt die Sprachsteuerung, wenn Alexa offline ist? Haben sie Timer, die weiterlaufen, wenn das Netzwerk ausfällt?

Sie haben vielleicht die intelligenteste Türklingel der Welt entwickelt, die Bewegungssensoren und WiFi-Konnektivität verwendet, um einen Gong zu läuten und Ihrem Telefon eine Nachricht sendet, wenn jemand an der Tür ist. Aber wenn das Netzwerk ausfällt, kann die Person an der Tür dann trotzdem eine Taste drücken?

Wichtig ist, dass genau solche Szenarien getestet werden.

Lernverhalten

Intelligente Geräte verwenden zunehmend Funktionen, die sie noch „intelligenter“ machen – sei es durch Präferenzlernen, Umgebungserkennung oder sogar Emotionen – doch dadurch werden sie leider auch anfälliger für Fehler.

Es ist zwar nicht so schwerwiegend, wenn Ihr Roomba Ihr Haus mit Exkrementen bedeckt, aber wenn eine Überwachungskamera Bewegungen erkennt, wo keine vorhanden sind oder nicht in der Lage ist, zwischen einem Hund und dem maskierten Mann zu unterscheiden, der versucht Ihre Tür zu öffnen – dann ist es ein Problem.

Eine künstliche Intelligenz ist in der Lage sehr vertrauliche Informationen zu speichern, einschließlich darüber, wann Sie kommen und gehen, wo Sie sich befinden, sogar Ihre täglichen Routinen und Gewohnheiten. Sie kann Ihr Gesicht erkennen und wissen, dass Sie an der Tür stehen oder einen Raum betreten. Sie enthält Ihre Passwörter und Kreditkartendaten und weiß, wenn Sie etwas online kaufen. Was könnte passieren, wenn all diese Informationen in die falschen Hände geraten (weil das ist definitiv schon einmal passiert)?

In einfachen Worten ist KI eigentlich die Fähigkeit der Software, der menschlichen Wahrnehmung zu folgen und sie nachzuahmen. Das bedeutet, der Testprozess muss robust sein, nicht automatisiert und von echten Menschen durchgeführt werden. Crowdtesting kann dies zu 100% gewährleisten. Dabei wird Hunderten von Menschen Zugang zu den Entscheidungsfindungsprozessen der KI gegeben, um zu sehen, wo und wie sie Dinge falsch (und richtig) macht.

Ein altes Sprichwort besagt: „Werkzeuge sind nur so gut wie ihre Nutzer“. Mit KI und maschinellem Lernen kann sich das zwar ändern, aber es ist wichtig zu bedenken, dass KI immer noch fehlbar ist. Es wird immer noch das menschliche Auge benötigt, bzw. viele menschliche Augen, die das Smart-Device durch die Entwicklung führen, damit die KI aus ihren Fehlern lernen und ihren Benutzern eine bessere Erfahrung bieten kann.

Das menschliche Element

Früher bestand einer der größten Fehler beim Online-Shopping darin, versehentlich mehrere Exemplare eines Artikels zu kaufen. Heute kann Ihr Smart Device die Bestellung für Sie erledigen – auch wenn Sie das gar nicht wollten.

Das ist einer Familie in Texas passiert, als ihre sechsjährige Tochter „Alexa nach Keksen und einem Puppenhaus gefragt hatte“. Alexa hat dies dann als Befehl zum Kaufen interpretiert. So wurde kurze Zeit später ein teures Puppenhaus und etwa vier Pfund Kekse an ihre Tür geliefert.

Die Geschichte geht angeblich sogar noch weiter. Denn als über den Vorfall in einem lokalen Nachrichtensender berichtet wurde sagte der Reporter: “Ich liebe das kleine Mädchen, das sagt ‚Alexa hat mir ein Puppenhaus bestellt‘”. Dies aktivierte leider die Amazon Echos der Nachrichtenhörer und es wurden noch mehr Puppenhäuser bestellt.

Leider gehen solche Geschichten aber nicht immer nur lustig aus. Vernetzte Geräte können nämlich mit einer Stalkerware ausgestattet als Hilfsmittel bei häuslicher Gewalt missbraucht werden. Damit könnte jede unserer Bewegungen ohne unser Wissen verfolgt werden. Die in unseren Türen installierten Kameras und / oder Sensoren können jetzt jedes Mal, wenn Sie das Haus verlassen, jemandem mitteilen, dass sie weg sind. Sie können sich über eine App auf Ihrem Smartphone mit einem Tablet verbinden und überwachen, was jemand tut – so einen Fall gab es in Großbritannien.

Bestimmte Räume können abgeschlossen werden. Der Frageverlauf auf sprachaktivierten Geräten kann abgerufen werden. Bewegungen werden mitverfolgt, indem überwacht wird, wo die Beleuchtung im Haus angeht. Das Testen von Software ist daher auch extrem wichtig, um Vertrauen bei den Benutzern aufzubauen.

Schlechte Bewertungen

Im Idealfall werden während der gesamten Entwicklung verschiedene Tests durchgeführt. Manchmal konnte das vielleicht aus bestimmten Gründen nicht so sorgfältig gemacht werden und jetzt hagelt es schlechte Bewertungen. Was tun?

Natürlich möchte man das Produkt ungern komplett vom Markt nehmen, doch sollte man das in einigen Fällen trotzdem tun, um die Software oder das digitale Produkt einer weiteren gründlichen Testrunde zu unterziehen. Tester von Drittanbietern machen hier einen großen Unterschied, denn sie testen nicht nur alles mit unvoreingenommenen Augen, sondern vor allem auch im Hinblick auf die (hoffentlich) detaillierten Bewertungen.

Vertrauenswürdige Lösungen finden immer ein Zuhause

Ob Sprachsteuerung, Haussicherheit, Fernüberwachung oder hunderte anderer Smart Home Anwendungen. Ein vollständig getestetes und qualitätsgesichertes Produkt wird das Vertrauen der Verbraucher gewinnen und sie steigern ihren Umsatz.

Hier gehts zu unserem Artikel, indem wir genau dieses Thema nochmal genauer unter die Lupe nehmen und aufzeigen, warum Tests so wichtig sind.



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