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Die Zukunft der Mobilität

Wie digitale Technologien die Art und Weise, wie wir Auto fahren, verändern und worauf Player in der Automobilbranche achten müssen, um relevant und wettbewerbsfähig zu bleiben.

„Jeder Kunde kann sein Auto in jeder gewünschten Farbe lackieren lassen, solange es schwarz ist.”
– Henry Ford

Die Automobilbranche blickt auf eine ereignisreiche Geschichte zurück, nachdem in den frühen 1900er Jahren die ersten Autos von den Fließbändern gerollt sind. Die Höchstgeschwindigkeit des Model T lag bei 68 Kilometern (42 Meilen) pro Stunde (was angesichts des Mangels an modernen Straßen, Komfort und Sicherheitseinrichtungen sicherlich erschreckend viel war). Das Auto hatte weder Sicherheitsgurte noch Scheibenwischer und benutzte Gaslampen als Scheinwerfer. Stoßdämpfer waren ein Nachrüstungsprodukt. Während es die Originale in verschiedenen Farben gab, waren 1914 alle Autos offiziell schwarz.

Die Automobilbranche blickt auf eine ereignisreiche Geschichte zurück, nachdem in den frühen 1900er Jahren die ersten Autos von den Fließbändern gerollt sind. Die Höchstgeschwindigkeit des Model T lag bei 68 Kilometern (42 Meilen) pro Stunde (was angesichts des Mangels an modernen Straßen, Komfort und Sicherheitseinrichtungen sicherlich erschreckend viel war). Das Auto hatte weder Sicherheitsgurte noch Scheibenwischer und benutzte Gaslampen als Scheinwerfer. Stoßdämpfer waren ein Nachrüstungsprodukt. Während es die Originale in verschiedenen Farben gab, waren 1914 alle Autos offiziell schwarz.

Spulen wir mehr als einhundert Jahre vor, und sehen, wie wir mittlerweile die Qual der Wahl haben. Farben, Formen, Größen, Motorentypen und Kraftstoff. Was auch immer Ihre Bedürfnisse oder Ihr Lebensstil sind, Sie werden mit Sicherheit ein passendes Auto finden. Schon bald wird ein Kunde wahrscheinlich fast jedes Merkmal seines Fahrzeugs individualisieren können.

Das liegt daran, dass es in der Branche schon immer um Veränderungen gegangen ist. Vor allem, weil sich die Technologien Dritter weiterentwickelt haben. Früher waren es Radios, dann 8-Spur-Kassetten. Dann Kassetten- und CD-Spieler. Heute werden neue Autos oft nicht einmal mehr mit einem CD-Spieler ausgeliefert. Musik wird vom Smartphone des Kunden gestreamt (oder in einen USB-Anschluss eingesteckt) und das GPS wird in einem Service-Center oder über ein Over-the-Air-Update aktualisiert.

Solche Veränderungen können über Nacht geschehen. Deshalb müssen die Hersteller die neuesten Technologien schnell in ihre Produkte einbauen. Aber da alles immer mehr miteinander vernetzt wird, wächst auch die Komplexität. Solche innovativen digitalen Lösungen sind bereits eine Herausforderung für die Branche. Sie machen es jedoch auch möglich, ein positives Kundenerlebnis zu schaffen, mit dem Sie sich von der Konkurrenz abheben. Zu wissen, was sich am Horizont abzeichnet, kann ein entscheidender Vorteil sein.

Was sind also die großen Trends, auf die wir zusteuern. Und wie sollten Sie sich darauf vorbereiten?

Die wichtigsten Trends in der Automobilbranche im Jahr 2022… und darüber hinaus

Von der Einpark- und Rückfahrhilfe über den adaptiven Tempomat bis hin zu Head-up-Displays, Müdigkeitserkennung, Sprachsteuerung und Toter-Winkel-Warnern, werden Fahrzeuge immer smarter.

Dieser Trend wird sich in den kommenden Jahren noch verstärken, da das Fahrerlebnis im Auto zu einem immer wichtigeren Kriterium beim Kauf eines neuen Fahrzeugs wird und die Hersteller immer mehr digitale Technologie in ihre Autos und Motorräder einbauen (vor allem in innovative Elektrofahrzeuge).

Es geht um das digitale Kundenerlebnis

Einst waren kleine Veränderungen von großer Bedeutung – sowohl für die Hersteller als auch für ihre Kunden. Von Kassetten zu CDs. Von UKW zu DAB+ zu Streaming. Eine statische rote Warnleuchte statt eines digitalen Countdowns (z.B. wenn Sie Ihre AdBlue-Lösung auffüllen müssen). Doch solche Änderungen erfolgten in der Regel in einer logischen Abfolge. Neue Technik kam mit einem neuen Fahrzeug.

Das ändert sich jetzt, da schnell zu entwickelnde digitale Lösungen auf den Markt kommen, die in erster Linie darauf ausgerichtet sind, die “unmittelbaren” Erwartungen der Kunden zu erfüllen. Die Menschen wünschen sich Lösungen, die genauso benutzerfreundlich, nahtlos, vernetzt und zuverlässig sind wie das, was sie jeden Tag benutzen, z.B. ihre Smartphones und Tablets. In vielerlei Hinsicht erwarten sie, dass ihre Kundenerlebnisse im Auto die gleichen sind. Internet auf Abruf, Musik, wie und wann sie es wünschen, und Infotainment-Systeme, die reibungslos funktionieren.

Das digitale Kundenerlebnis wird genauso wichtig wie das Handling des Fahrzeugs, sein Aussehen, seine Sicherheit und Zuverlässigkeit. Nicht erst im nächsten Modell ihres Autos in ein oder zwei Jahren. Sondern jetzt.

Die Fähigkeit, solche unmittelbaren positiven Erlebnisse zu bieten, ist ein echter Schlüssel zum Erfolg. Dies wird zu einer Zunahme engerer Partnerschaften mit innovativen “Erfahrungs”-Entwicklern führen.

Zumal wir noch nie so vernetzt waren wie heute.

Vernetzte Autos

Wie bei der Anschaffung eines Eigenheims ist es üblich, ein Auto als eine weitere Investition zu betrachten. Der Wertverlust wirkt sich zwar auf einen späteren Verkauf aus, aber das Geld, das Sie zurückbekommen, können Sie dann in ein neueres und besseres Auto investieren.

Diese Mentalität beginnt sich jedoch zu ändern, da viele Menschen die Gesamtrendite der „Investition Auto” nicht mehr als gut genug einschätzen. Geteilte Mobilität (oder Mobility-as-a-Service) wird zu einer Alternative zum Autobesitz. Statt der laufenden Kosten für den Besitz eines Autos können die Menschen das Auto für einen bestimmten Zeitraum (und eine bestimmte Kilometerzahl) “mieten” – es sollte also keine ungenutzten Autos geben. Es handelt sich um ein Geschäftsmodell, das zunehmend von neu gegründeten Unternehmen genutzt wird. Da der Wert dieses Geschäftsmodells (in China, Europa und den USA) bereits 60 Milliarden US-Dollar übersteigt, ist es nicht verwunderlich, dass Städte die gemeinsame Mobilität als Alternative/Ergänzung zum öffentlichen Verkehr ernsthaft in Betracht ziehen.

Dies könnte nur der Anfang sein. Eine weitere Erweiterung der gemeinsam genutzten Mobilität ist CaaS, vor allem, wenn der autonome, selbstfahrende Verkehr an Popularität gewinnt.

Car-as-a-Service ermöglicht es einer Person, wie bei der geteilten Mobilität, ein Auto über eine App zu mieten – ohne dass sie das Auto selbst fahren (können) muss. Außerdem kann das Auto selbständig ankommen und sogar für Lieferungen genutzt werden. Das Potenzial ist sehr flexibel, vor allem, weil das Fahren völlig autonom ist.

Autonomes Fahren

Die Entlastung des Fahrers soll Fahrzeuge sicherer und kraftstoffeffizienter machen und Unfälle reduzieren. Für die Branche können Ausfallzeiten minimiert und die Reichweite der 24/7-Lieferungen erhöht werden.

Während autonome (und fahrerassistierte) Autos bereits auf den Straßen unterwegs sind und noch viel getestet wird, laufen die Diskussionen über die allgemeine Sicherheit und Praktikabilität noch. Für Alltagskunden ist es noch Jahre entfernt, ein erschwingliches und realistisches selbstfahrendes Auto kaufen zu können. Es gibt jedoch auch keine Anzeichen dafür, dass auf die Bremse tritt. Vor allem, wenn es um Lastwagen geht.

Allein für selbstfahrende Lastwagen wird bis 2025 ein globales Marktvolumen von 1,6 Milliarden US-Dollar prognostiziert. Es wird auch erwartet, dass die Zahl der LKW-Platooning-Fahrten zunehmen wird, bei denen mehrere LKW mithilfe von Konnektivitätstechnologie und automatisierten Systemen miteinander verbunden werden, was zu schnelleren Reaktionszeiten und geringerem Kraftstoffverbrauch führt.

Wenn sie sich erst einmal durchgesetzt haben, ist klar, dass sie mit digitalen Technologien ausgestattet sein werden, um alles sicher zu machen und sie zu unterhalten.

Die Elektro-Revolution

Die neuesten Innovationen wurden traditionell zuerst in Elektro- und Hybridautos eingebaut, vom Tempomat mit automatischer Abstandsregelung bis hin zu Head-up-Displays. Dies wird immer mehr der Fall sein, da die Armaturenbretter immer minimalistischer werden, aber mit immer mehr digitalen Lösungen ausgestattet sind. Der Aufschwung der Elektroautos ist natürlich auf die Sorge um die Kosten und die Verfügbarkeit fossiler Brennstoffe (sowie die Verknappung von Zusatzstoffen wie AdBlue für Dieselfahrzeuge) und die Gesundheit unserer Umwelt zurückzuführen.
Thomas Pohl fasst dies in einem Forbes-Artikel zusammen:

„Große und kleine Akteure der Automobilbranche spüren zunehmend den Druck, ihre Arbeitsweise zu überdenken. Sie müssen alles neu bewerten, vom Design und der Konstruktion über die Herstellung und den Versand bis hin zur Funktionsweise der Fahrzeuge, der Wartung und dem Umgang mit ihnen am Ende des Produktlebenszyklus.“

Eine klare Richtung dafür ist die Entwicklung von Elektrofahrzeugen.

Da sie immer weiter verbreitet, erschwinglich und in der Lage sind, größere Entfernungen zurückzulegen, steigt die Akzeptanz immer schneller. Aber das bringt auch zusätzliche Herausforderungen mit sich. Insbesondere was die Anzahl der Ladestationen angeht. Da Schätzungen zufolge bis 2030 bis zu 220 Millionen Elektroautos auf den Straßen unterwegs sein könnten, ist es wichtig, dass genügend öffentliche Ladestationen (idealerweise Schnellladestationen) vorhanden sind. Das Gleiche gilt für Ladestationen, die an Arbeitsplätzen und in Mehrfamilienhäusern leicht zugänglich sind. Derzeit leben die meisten Käufer von Elektroautos in Einfamilienhäusern, wo sie direkten Zugang zu den Ladestationen haben.

Da der öffentliche Zugang weiter zunimmt, wird dies insbesondere im Hinblick auf die digitalen Lösungen, die den Ladestatus verfolgen und darüber berichten, wo sich die Ladestationen befinden und wie weit das Elektroauto mit einer bestimmten Ladung fahren kann, eine Herausforderung darstellen. Die Präzision dieser Apps muss unbedingt gewährleistet sein.

Anhaltende Lockdowns, Engpässe in der Lieferkette und sinkende Aktienkurse

Im Jahr 2020 schrumpfte der weltweite Absatz der Automobilbranche um etwa 15 Prozent. Und das, obwohl die gesamte Branche 2019 in eine Phase der Stagnation eingetreten war. Auch wenn sich dies allmählich bessert, ist es klar, dass die Branche immer noch angeschlagen ist.

Wie David Legett in seinem Artikel „2022 and the global sales picture“ schreibt, stellt Just Auto fest:

“GlobalData prognostiziert, dass der weltweite Markt für PKW‘s im Jahr 2021 79,9 Millionen Einheiten umfassen wird, nur 5,5 % mehr als 2020 (75,7 Millionen), wobei die Chips-Krise und die daraus resultierenden Lieferengpässe in diesem Jahr dazu beitragen, dass der Markt rund 4 Millionen Einheiten unter der zugrunde liegenden Nachfrage liegt. Zum Vergleich: Im Zeitraum 2016-2018 lag der weltweite Markt für PKW‘s bei über 90 Millionen Einheiten (mit einer leichten Abschwächung im Jahr 2019).

Für 2022 wird ein Wachstum des globalen Marktes für PKW‘s auf etwa 84 Millionen Einheiten prognostiziert. Angesichts von Angebots- und Nachfrageproblemen sowie der anhaltenden Pandemierisiken ist die Erholung der Automobilindustrie im nächsten Jahr jedoch weiterhin fragil. Mit 84 Millionen Einheiten sind wir allerdings noch nicht wieder ganz auf dem Niveau von vor der Pandemie.”

Auch die Coronavirus-Pandemie zeigt mit der neuen Omikron-Variante keine Anzeichen für ein Ende in den kommenden Monaten. Dies hat in der Vergangenheit zu Werksschließungen, anhaltenden Arbeitsniederlegungen und verschiedenen Teileengpässen geführt. All dies hat direkte Auswirkungen auf die Automobilbranche. Wie bereits erwähnt, ist ein wesentliches Problem die weltweite Verknappung von Halbleiterchips, die ein wichtiger Bestandteil vieler elektrischer Geräte sind.

Für die Autoindustrie ist dies besonders wichtig, da elektronische Systeme bis 2030 schätzungsweise die Hälfte des Gesamtpreises eines Neuwagens ausmachen werden. Ein möglicher Weg, diese Probleme zu lösen, ist eine stärkere Zusammenarbeit.

Die gemeinsame Nutzung von Wissen und Produktionskapazitäten

Branchenübergreifende Netzwerke helfen jetzt dabei, eine Reihe von Branchen zusammenzubringen, um bei der Entwicklung innovativer Lösungen zu helfen und sich mit Fragen der Lieferkette, der Nachhaltigkeit und den vielfältigen Herausforderungen der E-Mobilität auseinanderzusetzen.

Wenn ein Unternehmen (oder eine Branche) ein neues Problem nicht effektiv lösen kann (z. B. die Entwicklung einer integrierten Hard- und Softwarelösung zur Verwaltung des gesamten Ladevorgangs einer neuen Batterie), kann ein anderes Unternehmen mit spezifischem Wissen dazu beitragen. Ein Dritter, wie z.B. Testbirds, kann dann die umfassenden Tests durchführen, die erforderlich sind, um sicherzustellen, dass die Lösung wie vorgesehen funktioniert.

Die gesamte Branche – alle Branchen – müssen jetzt noch smarter arbeiten.

Wirklich smarte Autos – der Aufstieg der künstlichen Intelligenz

KI-Technologien werden in zunehmendem Maße für die Entwicklung autonom fahrender und fahrerunterstützter Fahrzeuge, für das Flottenmanagement, die Beschaffung in der Lieferkette, für Inspektionen und sogar für eher periphere Bereiche wie Finanzierung und Versicherung eingesetzt. Selbst in der kundenseitigen Ausstattung mit Geräten aus dem Internet of Things, Sprachassistenten und mehr.

Für traditionelle Automobilhersteller wird KI ihre bestehenden Prozesse und Designs ergänzen. Ohne effektive KI wird es einfach unmöglich sein, das nahtlose, schnelle und stets verfügbare Fahrerlebnis zu bieten, das die Kunden heute verlangen. Nehmen Sie den ständig lernenden Intelligenten Persönlichen Assistenten von BMW. Ihm können Sie zum Beispiel sagen, dass Sie Hunger haben, und er wird Ihnen ein Restaurant empfehlen. Sagen Sie “Mir ist kalt”, schaltet er Ihre Sitzheizung ein. Er kann Ihnen alles über die Leistung des Autos sagen und lernt Ihre Gewohnheiten. Ohne KI wäre dies nicht möglich.

Hier benötigt es Kooperation. Nur so kann man sicherzustellen, dass alle Komponenten zusammenarbeiten – von den Sensoren über die Software (und deren Entwicklung) bis hin zur Hardware, die in der Lage ist, solch große Datenmengen zu verarbeiten.

Es ist wichtig, alles richtig zu machen, wenn es darum geht, Vertrauen beim Kunden aufzubauen.

Wie sich Herausforderungen in Chancen verwandeln lassen

Es steht außer Frage, dass die nächsten Jahre herausfordernd sein werden. Die Art und Weise, wie Menschen arbeiten, hat sich verändert. Die Erwartungen an vernetzte Erlebnisse, die das Leben einfacher und komfortabler machen, steigen. Die Komplexität bei der Entwicklung solcher Lösungen nimmt zu.

Jede Customer Journey muss einzigartig sein und über mehrere Kontaktpunkte hinweg funktionieren – Smartphone, Tablet, Infotainment im Auto, Apps/Lösungen von Drittanbietern im Auto und sogar externe Nutzer (Mechaniker, Versicherer, Polizei). Und das alles bei gleichzeitiger Sicherheit, Genauigkeit, Umweltfreundlichkeit und Zuverlässigkeit.

Dazu bedarf es starker Partnerschaften (gemeinsame Forschung und Entwicklung), eines innovativen Ansatzes, der Verbesserung der Fähigkeiten der Mitarbeiter und der gründlichen Prüfung Ihrer Lösungen in jeder Phase der Entwicklung. Die Bereitstellung einer solchen Erfahrung wird jedoch zu einem echten Unterscheidungsmerkmal und einem bedeutenden Wettbewerbsvorteil.



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